Axzion-Service in Japan: auch für Fremdmaterial

Anfang Mai ist ein Zweier-Team von Hansa Tec und Axzion (Lars Griese und Heiko Ockenga) im Auftrag der Hansa Tec für einen zweiwöchigen Einsatz nach Japan aufgebrochen. Ziel war ein Hafengelände 150 Kilometer nördlich von Tokio. Dort unterhält der Hansa-Tec-Kunde Enercon ein Tooling-Lager für Windenergieanlagen. Unsere Mission an der japanischen Ostküste lautete: Jahresprüfung sowie Ausführung von Wartungs- und Reparaturarbeiten für rund 40 Prüflinge, die teils elektrisch und hydraulisch angetriebenen werden. Die Liste beinhaltete elektromotorische und mechanische Kettenzüge, diverse Lastaufnahmemittel, Montagegestelle und Rundschlingen.

 

Wartung und Reparatur

Zu unseren Aufgaben gehörten visuelle Kontrollen und Funktionsprüfungen – für die Mechanik wie für elektrische und hydraulische Komponenten. Alles gemäß der gesetzlichen Unfallverhütungsvorschriften, insbesondere DGUV 109-017 und DGUV V3. Beispielsweise haben wir die Tools auf Deformationen und Risse kontrolliert, dann hieß es: auseinanderbauen, säubern, schmieren, wieder zusammensetzen und Funktionsprüfungen durchführen. Typische Mängel wie verschlissene Handgriffe, Sicherungs- und Schutzkappen haben wir sofort behoben. Die meisten erforderlichen Ersatzteile hielt Enercon in seinem Lager am Hafen vor.

Einen Teststand hatten wir nicht zur Verfügung. Stattdessen haben wir mit einem für uns aufgebauten Kran unter anderem Lastproben für Kettenzüge durchgeführt. Das erforderliche Material, wie etwa 25-Tonnen-Gewichte, stellte uns Enercon zur Verfügung.

Bei der Auftragsvergabe war es uns zugutegekommen, dass wir solche Dienstleistungen seit einigen Jahren auch für Fremdmaterial erbringen. Der größte Teil der Traversen und Tools stammte nämlich von Drittherstellern. Allerdings sind uns auch gute Bekannte aus dem Hause Axzion begegnet: dazu gehörten fünf J-Hooks für das Heben und Wenden von Turmsegmenten. Ebenfalls auf dem Programm standen zwei Tower Tool Kits, bestehend aus mehreren Rundschlingen, einem J-Hook, zwei Pullys und vier TAPs.

 

Akribische Vorbereitung Wochen vor der Abreise

Der Kunde hatte uns rechtzeitig vor Reiseantritt mitgeteilt, welche Tools zu überprüfen waren. Deshalb konnten wir uns schon zu Hause akribisch auf den Einsatz in Japan vorbereiten. Insbesondere in Hinblick auf Fremdmaterial galt es vorab zu klären: Wo sind die sicherheitsrelevanten und neuralgischen Stellen wie Nähte, wo kann etwas reißen? Welche Verformungen sind möglich und welche noch im zulässigen Rahmen?

Weil es zolltechnisch ausgesprochen herausfordernd ist, Werkzeuge in ein asiatisches Land zu importieren und nachher wieder mitzunehmen, hat Enercon die benötigten Gerätschaften nach unseren Vorgaben gestellt. Das hat hervorragend geklappt. Das einzige Equipment, das wir aus Deutschland mitnahmen, war unser PPE-Koffer mit Helm, Sicherheitsschuhen und Arbeitskleidung.

 

Verständigung zur Not mit Händen und Füßen

Alles in allem waren es zwei anstrengende, aber spannende Wochen in Akita und Mito. Kommunikationsprobleme hätte es zwar geben können, weil viele unserer japanischen Kontaktpersonen kein Englisch sprachen. Aber mit dem Google-Übersetzer und zur Not mit Händen und Füßen haben wir uns stets verständlich gemacht.

Ebenfalls auf dem Programm: drei Vario J-Hooks von Axzion. Lars Griese (Vertrieb) ist bester Laune.

Japanische Pause im Schneidersitz mit Lars Griese (links). Man beachte die Länge der Tischbeine

Lasttest mit 26.000 Kilogramm für einen elektromechanischen Kettenzug.

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